Zukunft schon heute

GWQ aktiv führend in Schlüsselbereichen der Veränderung

Digitaler Transfer
Start-ups, Daten & Prozesse

Die GWQ hat die Weichen in Richtung digitale Transfer gestellt
Als die GWQ ab dem Jahr 2016 ihre ersten E-Health-Foren veranstaltete, war das Interesse groß, aber der Nachhall schwach; Digital Health war noch ein Fremdwort. Für die GWQ stand es trotzdem außer Frage, dass die Digitalisierung die Gesundheitsversorgung und den Gesundheitsmarkt maßgeblich verändern würde. [...]

Arzneimittel: Herausforderungen im Arzneimittel­markt

Mit der GWQ gegen steigende Arzneimittel­ausgaben
Das Arzneimittelmanagement der GKV benötigt Steuerungselemente zur Kostendämpfung und Versorgungssicherheit. Die Netto-Ausgaben für Arzneimittel sind von 2010 bis 2019 um 61,4 Prozent auf knapp 44 Mrd. Euro gestiegen. Und ohne neue Kostensenkungsinstrumente [...]

Versorgung neu denken

Mit dem GWQ-Datenpool machen wir Versorgungsqualität bis ins Detail transparent und messbar
Auf die Frage, wie die ideale Versorgungsorganisation aussieht, auf die man hinarbeiten sollte, gibt es keine eindeutige Antwort. Wir befinden uns in einem kontinuierlichen Transformationsprozess, der die laufenden Veränderungen von Morbidität und medizinischen wie technologischen Möglichkeiten integrieren muss. Das spiegelt sich in den GWQ-Aktivitäten wider: [...]

Innovationen Schlag auf Schlag

Neu im GWQ-Programm – Lösungen für die Gegenwart

Das Hilfsmittelmanagement ist für Krankenkassen ein mühsames Geschäft. Die Produktvielfalt und der intransparente Anbietermarkt erschweren die Prozesse, wie auch die Beratung der Versicherten – Unzufriedenheit, mitunter Fehlversorgung bei den Versicherten sind nicht selten. Diese erwarten von ihrer Kasse ein besseres Angebot an digitalen Services, insbesondere bei der Leistungserbringersuche.

Mit „hello Hilfsmittel“ stellt die GWQ ihren Krankenkassen ein innovatives, nutzerorientiertes, digitales Tool zur Verfügung, das diese Anforderungen erfüllt. In der aktuellen Ausbaustufe liefert „hello Hilfsmittel“ intuitiv und in drei Schritten fundierte Informationen zu Hilfsmitteln, dem Beschaffungsprozess sowie zu möglichen Kosten. Am Ende erfolgt eine Vertragspartnersuche, die die Versicherten auf ihrer Suche nach dem passenden Leistungserbringer begleitet. Die Krankenkassen wiederum werden unterstützt, die rechtlichen Bestimmungen nach §127 Abs. 6 SGB V kundenorientiert zu erfüllen, indem neben den GWQ-Verträgen auch weitere Hilfsmittelverträge integriert werden können.

Das Programm ist offen für die Anbindung des e-Rezepts und wird perspektivisch zu einem Hilfsmittel-Marketplace ausgebaut, auf dem informierte Versicherte ihr Hilfsmittel individuell wählen können. „hello Hilfsmittel“ nutzt die „responsive web application“ und ist deshalb problemlos in alle digitalen Medien der Krankenkassen integrierbar – natürlich im individuellen Design der jeweiligen Kasse.

Die Einlösung von Rezepten in der Apotheke ist nur scheinbar ein einfacher Prozess. Kassenindividuelle Rabattverträge, komplizierte Zuzahlungsregelungen und die Berücksichtigung der Arzneimittellieferverträge sind eine Herausforderung für Apotheken. Die entsprechenden Rezeptprüfungen verursachen wiederum Verwaltungsaufwand bei den Krankenkassen. Die Kooperation der GWQ mit scanacs macht das zu Problemen von gestern, wie mittlerweile schon gut 15 Prozent aller Apotheken und GWQ-Krankenkassen mit über 3 Millionen Versicherten bestätigen können. Scanacs sorgt für die schnelle und rechtssichere Abgabe des richtigen Arzneimittels, berücksichtigt kassenindividuelle Vorgaben und verbindet Kasse und Apotheke, falls bestimmte Fragen doch eine Abstimmung erfordern. Bereits in Arbeit sind auch scanacs-Erweiterungen, wie z. B. die Option der Direktabrechnung oder die Integration von Hilfsmittelrezepten.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen gefährden die Versicherten und sorgen für enorme Behandlungskosten und vermeidbare Krankenhauseinweisungen. Trotz der zunehmenden Anzahl älterer, multimorbider Patienten mit multimedikamentösen Behandlungen fehlt es weiterhin an einem umfassenden Medikationsmanagement. In einem Pilotprojekt erprobt die GWQ daher nun gemeinsam mit den teilnehmenden Ärzten der hausarztzentrierten Versorgung (HzV-Hausärzte) und öffentlichen Apotheken im Bezirk Nordrhein, inwieweit ein vollständiger und gemeinsam abgestimmter Medikationsplan sowie eine standardisierte AMTS-Prüfung die Zahl der Nebenwirkungen reduzieren kann.

Hausärzte und Apotheker nutzen für ihr digitales interprofessionelles Medikationsmanagement dazu eine eigens entwickelte Software. Der HzV-Arzt erfasst alle medikamentösen Therapien des Patienten und prüft die Medikations- mit der AMTS-Komponente. In der Apotheke wird anschließend die Gesamtmedikation einschließlich OTC-Arzneien und Nahrungsergänzungsmitteln erfasst, außerdem erhebt der Apotheker Informationen, z. B. zu individuellen Anwendungsproblemen oder fehlender Adhärenz – Daten, die in klassischen Medikationsplänen unbeachtet bleiben. Hier erfolgt noch einmal eine weitergehende AMTS-Prüfung. In Abstimmung mit dem Apotheker erstellt der HzV-Arzt dann den umfassenden Medikationsplan. DiM ist gedacht für Versicherte mit mindestens fünf verordneten Medikamenten und offen für Kassen mit GWQ-HzV-Verträgen – kann aber auch von anderen Kassen genutzt werden.

In den Startlöchern steht das inhaltlich und finanziell attraktive Konzept „Stay@Home – Treat@Home“ (STH), ein Versorgungskonzept zur Vermeidung ungeplanter Krankenhausaufenthalte von zu Hause versorgten Versicherten. STH will so die medizinische Qualität rund um die häusliche Pflege dauerhaft verbessern. Damit sind erhebliche Einsparungen verbunden: Wenn STH nur 250 Notaufnahmen von über 70-jährigen Versicherten vermeidet, würde bereinigt über eine halbe Million Euro eingespart.

MSnetWork ist ein digital vernetztes, ganzheitliches Versorgungsprogramm für berufstätige MS-Patienten. Programmziele sind, neben der verbesserten Gesundheit, die Teilhabe am beruflichen und sozialen Leben. Im Zentrum des Netzwerks aus Arbeitsmedizinern, Rehabilitationsärzten, Therapeuten, Psychologen und den Sozialversicherungen stehen MS-spezialisierte Neurologen. Ansprechpartner der Patienten und Koordinatoren sind medizinische Fachangestellte in den neurologischen Praxen. Die Mediziner nutzen ein über die Regelversorgung hinausgehendes Leistungsangebot. Damit können sie auch nichtmedizinische Risiken einbeziehen, die einen negativen Einfluss auf Gesundheitsstabilität und Arbeitsfähi­g­­­­keit haben.

„mentalis – digitale Nachsorge“ ist die erste Lösung, die sich speziell auf die Nachsorge von Menschen mit psychischen Erkrankungen mit besonderem Fokus auf Alkoholsucht, Depression, Essstörungen, Training emotionaler Kompetenzen und Borderline richtet.

Damit schließt „mentalis – digitale Nachsorge“ existierende Versorgungslücken. Die Versicherten werden direkt in der Klinik in das digitale, hybride Versorgungsmodell aus App und Telecoaching eingebunden. Behandlungsergebnisse aus dem stationären Aufenthalt werden gesichert und das Risiko einer Rehospitalisierung wird minimiert.

„smarter health“ ist eine GWQ-Plattform, die sich zum Schaufenster für sinnvolle und sichere digitale Gesundheitsanwendungen entwickelt. Statt nur den sich laufend verändernden App-Markt zu sondieren, bietet die GWQ innovativen Start-ups die Gelegenheit, ihre Lösungen den Krankenkassen zu präsentieren. Die GWQ gibt dem Markt dabei Indikationen und Anwendungsbereiche vor und
definiert die Qualitätsstandards für leicht skalierbare Vertragsmodelle. Das führt zu wirtschaftlich attraktiven Preisen und ermöglicht den Kassen die Wahl aus mehreren Angeboten in einem breiten Indikations- und Gesundheitsfeld.

Durch eine reine Beobachterrolle lässt sich der Markt digitaler Innovationen nicht erfassen. Die GWQ vernetzt sich deshalb mit Digital Hubs, die ihrerseits Start-ups und innovative Unternehmen vernetzen. Durch Partner- oder Mitgliedschaften in Hubs wie Medical Valley EMN und 5-HT Digital Hub Chemistry & Health sowie Flying Health hat die GWQ direkten Zugang zu Trends und innovativen Lösungen. Dadurch können Angebote, die einen Mehrwert für Krankenkassen und Versicherte haben, frühzeitig identifiziert und zielgerichtet umgesetzt werden.

Der 2020 in Eigenregie aufgebaute anonymisierte Datenpool der GWQ hebt die Analytik mit Versorgungsdaten auf eine neue Stufe. Der „aDP“ gibt der GWQ und den Kassen neue Möglichkeiten, die Effektivität und Wirtschaftlichkeit von Versorgungsverläufen anhand vielfältiger Kriterien zu analysieren. Erste Analyseergebnisse bestätigen, dass der „aDP“ interessante Erkenntnisse zutage fördert und einen relevanten Nutzen für die teilnehmenden Kassen bietet.